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Mein Hund hat Angst, nach draußen zu gehen: Was tun?

Hund hat Angst nach draußen zu gehen
Mein Hund hat Angst, nach draußen zu gehen: Was tun? | Foto: © New Africa #315400878 – stock.adobe.com

Die Angst beim Hund nach draußen zu gehen muss sich dabei nicht immer auf offensichtliche Weise manifestieren. Es ist wichtig, dies zu erkennen und entsprechend zu handeln, damit der Spaziergang für das Tier nicht zur Belastung wird.
In den folgenden Zeilen erklären wir Ihnen wie Sie diese Art von Angst erkennen können und geben Ihnen einige Tipps, um die Situation zu überwinden.

Angst nach draußen zu gehen – Wie kann man sie erkennen?

Angst ist bei einem Hund leicht zu erkennen: Er steckt den Schwanz zwischen die Beine, winselt, zittert, bellt und läuft umher. Das sind jedoch nur einige der Anzeichen, die darauf hindeuten.

Fakt ist, dass es beim nach draußen gehen sehr viele Reize geben kann, die einen Hund erschrecken und dass die Äußerungen von Angst hierbei eher in Richtung Nervosität tendieren.

Einige Erkennungsmerkmale von ihnen sind die folgenden:

  • Ständiges Anbellen von Menschen, anderen Hunden oder sogar leblosen Gegenständen wie Autos
  • Ständiges Ziehen an der Leine oder Fluchtversuche
  • Stehen bleiben und nicht vorwärts gehen wollen
  • Nervosität und Ablehnung beim Anlegen an das Geschirr oder an die Leine
  • Schnüffeln an allem, was dem Hund in den Weg kommt, ohne dabei den Kopf zu heben
Angst beim Hund
Angst ist bei einem Hund leicht zu erkennen | Foto: © Photoboyko #293769621 – stock.adobe.com

Gründe, warum der Hund Angst haben könnte, nach draußen zu gehen

Zuallererst ist es wichtig zu betonen, dass jeder Hund seine eigene Persönlichkeit hat. Das mag Ihnen vielleicht sehr offensichtlich erscheinen, aber im Zweifel handelt es sich dabei um den ersten richtigen Ansatz. Ebenso wie bei uns Menschen sollten Sie das bedenken. Demnach können die Manifestationen dieser Angst von Hund zu Hund variieren. Bevor Sie die folgenden Zeilen für bare Münze nehmen, sollten Sie daher überlegen, wie sie in die Persönlichkeit Ihres Hundes passen könnten. Hier sind einige der Gründe, warum Ihr Hund Angst haben könnte, nach draußen zu gehen:

Eine schlechte Erfahrung

Ereignisse, die für Sie unbedeutend sind – wie ein Kampf mit einem anderen Hund oder das Verirren – können bei einem Hund eine Angstreaktion auslösen.

Könnte etwas passiert sein, das diese Angst verursacht haben könnte?

Schlechte Sozialisation

Hunde, die sich nicht richtig sozialisieren konnten, können aufgrund von Problemen, die bei anderen Hunden auftreten Angst vor dem Ausgehen entwickeln.

Schlechte Sozialisation beim Hund
Hunde, die sich nicht richtig sozialisieren konnten, können aufgrund von Problemen, die bei anderen Hunden auftreten Angst vor dem Ausgehen entwickeln | Foto: © Christian Müller #169766181 – stock.adobe.com

Schlechte Anpassung an die Umgebung

Wenn ein Welpe oder auch ein größerer Hund gerade bei Ihnen zu Hause angekommen ist, kann die Vielzahl der gleichzeitig eintreffenden Reize schnell überfordern. Ein besonders sensibler Hund könnte aufgrund einer schlechten Anpassung eine Agoraphobie entwickeln.

Spezifische Ursachen

Eine Krankheit und sehr kalte oder sehr heiße Tage sind Beispiele dafür, warum der Hund das Haus nicht verlassen möchte. Das bedeutet nicht unbedingt, dass wirklich Angst vorhanden ist.

Dennoch muss dieser Grund ausgeschlossen werden, bevor eine psychologische Ursache diagnostiziert wird.

Was tun, wenn Ihr Hund Angst hat, nach draußen zu gehen?

Wie immer sollten Sie zunächst einen Experten konsultieren, um eine Diagnose zu stellen. Wenn Sie sich entscheiden, dem Hund selbst zu helfen, haben wir Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen könnten. Wenn es sich jedoch um einen schwerwiegenden Fall handelt oder Sie sich nicht in der Lage dazu fühlen, kann es nicht schaden, um Hilfe zu bitten.

Zunächst einmal gilt es, Ihrem Hund beim Gehen ein gutes Vorbild zu sein. Verhalten Sie sich natürlich, wenn die Reize, die den Hund erschrecken, auftauchen. Dadurch gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Belohnen oder bestrafen Sie seine Angst nicht. Auf diese Weise suggerieren Sie Ihrem treuen Begleiter, dass es seine Emotionen frei zeigen kann und es am besten ist, diese seinen Lauf nehmen zu lassen. Vermeide Sie es außerdem, den Hund zu trösten, auch wenn es intuitiv ist. Trösten impliziert, dass es tatsächlich etwas gab, worüber man sich Sorgen machen müsste.

Vorbild beim Gassi gehen
Zunächst einmal gilt es, Ihrem Hund beim Gehen ein gutes Vorbild zu sein | Foto: © Karoline Thalhofer #211848155 – stock.adobe.com

Die systematische Desensibilisierungstechnik ist in diesen Fällen ebenfalls sehr nützlich: Es geht darum, einen progressiven Ansatz für den aversiven Reiz zu entwickeln, damit der Hund allmählich seine Angst verliert.

Hierfür müssen Sie am besten einen Ort finden, an dem Ihr Hundegefährte keine Angst hat, und ihm ein paar Tage Ruhe gönnen.

Etwas, das auch gut funktioniert, ist, die Aufmerksamkeit von dem Reiz abzulenken, der den Hund erschreckt. Versuchen Sie jedoch, das so neutral wie möglich zu halten, da es leicht als Belohnung für Fluchtverhalten fehlinterpretiert werden kann.

Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg

In jedem Fall gilt: Seien Sie geduldig. Als Lebewesen wissen Sie, wie es sich anfühlt, wirklich Angst zu haben. Die Überwindung von Ängsten erfordert einen Prozess voller Höhen und Tiefen, den Sie ebenso durchmachen müssen wie Ihr Hund.
Außerdem schaffen Sie durch das Training mit Ihrem Hund ein besonderes Band der Geborgenheit und Unterstützung. Und schließlich brauchen wir alle einen Freund, wenn etwas schief geht.