Heim und GartenTechnik

Standorte, die für den WLAN-Router völlig ungeeignet sind

Standorte, die für den WLAN-Router völlig ungeeignet sind
Standorte, die für den WLAN-Router völlig ungeeignet sind | Foto: © manassanant #2019345670 – stock.adobe.com

Der richtige Standort des WLAN-Routers spielt eine entscheidende Rolle bei der Qualität des Internet-Empfangs. Verschiedene Standorte können das Surfen im Internet deutlich verlangsamen und zu Problemen bei der Datenübertragung führen. Oft wird der Router in der Nähe einer Telefondose oder dort platziert, wo er optisch nicht stört. Diese Standorte können jedoch echte WLAN-Killer sein.

Schlecht belüftete Bereiche

In einem schlecht belüfteten Bereich sollte ein Router nicht stehen, da er kontinuierlich Wärme erzeugt. In einer engen Nische, in einem geschlossenen Schrank oder in der Nähe anderer Elektrogeräte kann die Leistung eingeschränkt sein, da sich die Hitze staut.

Viele Router sind mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet: Wenn die Temperatur zu hoch wird, verringern sie automatisch die WLAN-Leistung. Im schlimmsten Fall startet der Router selbst neu.

Optimal ist ein kühler, gut durchlüfteter Platz, wo die Luft zirkulieren kann. Die Lüftungsschlitze müssen freibleiben, und direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Dadurch wird das WLAN stabiler, und der Router hält länger.

Schlecht belüftete Bereiche
In einem schlecht belüfteten Bereich sollte ein Router nicht stehen, da er kontinuierlich Wärme erzeugt | Foto: © navintar #169638298 – stock.adobe.com

Ungünstige Positionen in der Wohnung

Ungünstige Positionen für den Router sind der Fußboden, Zimmerecken, unmittelbare Nähe von Fenstern oder der Platz hinter dem Fernseher. An solchen Standorten wird ein großer Teil der Signale verschwendet und gelangt dorthin, wo die Signale nicht benötigt werden.

Ein ungünstiger Ort für den Router ist der Keller. Der Router strahlt nach oben hin und wenig Funkleistung ab. Er ist dafür ausgelegt, die Funkleistung horizontal abzugeben. Die Decke im Keller wirkt als Funkbremse.

Der Router sollte stattdessen zentral und erhöht im Raum stehen.

Ein Regal oder ein Sideboard ist ein geeigneter Platz. Die Signale können sich gleichmäßig in alle Richtungen verteilen. So kann das WLAN maximale Stärke erreichen. Der Router muss frei stehen und darf nicht von anderen Gegenständen eingeengt werden.

Desktop-PCs mit eingebautem WLAN-Modul sollten nicht direkt an einer Wand oder unter dem Schreibtisch stehen. Signale werden sonst blockiert und abgeschwächt.

Router ungünstige Positionen in der Wohnung
Ungünstige Positionen für den Router sind der Fußboden, Zimmerecken, unmittelbare Nähe von Fenstern oder der Platz hinter dem Fernseher | Foto: © olga_sova #1294205399 – stock.adobe.com

In der Nähe störender Geräte

Der Router sollte stets fern von Geräten positioniert werden, die sein Signal aktiv stören. Geräte, die auf dem gleichen 2,4-GHz-Frequenzband wie der Router funken, können Funkstörungen verursachen. Zu diesen Geräten zählen Mikrowellen, Bluetooth-Geräte und einige Babyphones. Dies kann dazu führen, dass die WLAN-Verbindung langsamer wird. Schnurlose DECT-Telefone stellen kein Problem dar, da sie in Europa auf einer eigenen Frequenz von 1,9 GHz arbeiten. Um Störungen im 2,4-GHz-Band zu vermeiden, sollten Endgeräte, wenn möglich, mit dem 5-GHz-Netz verbunden werden.

Die Nähe zu Heizkörpern und Kühlschränken ist ebenfalls ungünstig. Obwohl sie das Signal nicht aktiv stören, dämpfen und reflektieren Metall und Wasser es. Heizkörper geben zudem Wärme ab.

Problematische Wände und Baumaterialien

Schlechter Empfang wird nicht immer durch den Standort, sondern durch das, was sich dort befindet, verursacht. Das Signal kann durch Wände aus Metall oder Stahlbeton um 20 bis 50 dB gedämpft und nahezu vollständig blockiert werden. Ungünstig sind auch dicke Betonwände, bei denen das Signal um 20 bis 40 dB gedämpft wird. Die Dämpfung bei massiven Ziegelwänden liegt bei 15 bis 30 dB.

Die Dämmung der Wände spielt eine entscheidende Rolle für eine gute Signalqualität. Eine moderne Aluminiumdämmung ist von außen nicht zu erkennen und kann zum Problem werden.

Höhere Frequenzen durchdringen die Wände schlechter als niedrige. Das 2,4-GHz-Band kann dicke Wände noch einigermaßen durchdringen. Deutlich schlechter funktioniert das bei 5 GHz. Eine Frequenz von 6 GHz ist schon nach wenigen Hindernissen kaum noch nutzbar.

Der Router sollte auf der richtigen Seite solcher Barrieren platziert werden. Bei einem schlechten Signal, kann zusätzliche Technik wie ein Mesh-Verbund oder ein Repeater helfen und das Signal verstärken.

WLAN-Signal mit einer App messen

Um den richtigen Standort für den Router zu finden, lohnt es sich, zu experimentieren. Der Router kann in verschiedenen Räumen platziert werden, um herauszufinden, wo die Ergebnisse für eine stabile und schnelle Internetverbindung am besten sind.

De Testprozess lässt sich mit einer mobilen App erleichtern. Die App bestimmt die Signalqualität an den verschiedenen Orten. Eine solche App ist WiFi Analyzer. Die App informiert über die Signalqualität und das zugehörige Störniveau.